Herz

 

Wein senkt das Infarktrisiko

 

Zur Auslösung eines Herzinfarkts müssen normalerweise zwei unterschiedliche Vorgänge zusammentreffen. Eine Gefäßverengung im Herzen und ein Blutgerinnsel, das darin hängen bleibt und den Blutfluss unterbricht. Der Herzmuskel wird dann in einem Bereich nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Ohne Sauerstoff kann er nicht arbeiten. Es kommt zum Infarkt.

 

Es gibt heute als gesichert, dass gemäßigter Weinkonsum zu einem deutlichen reduzierten Herzinfarktrisiko führt. Das habe zahlreiche wissenschaftliche Studien überzeugend belegt. Schon lange ist bekannt, dass in den Ländern mit dem höchsten Weinkonsum die niedrigsten Herzinfarktraten zu finden sind. Inzwischen konnte man diese Erkenntnis zusätzlich in vielen genau kontrollierten Langzeit-Beobachtungsstudien bestätigen.

 

Am beeindruckendsten zeigt dies eine Studie aus Dänemark: über einen Zeitraum von zwölf Jahren wurden mehr als 13.000 Frauen und Männer im Altersbereich von 30 bis 79 Jahren aus Kopenhagen hinsichtlich des Einflusses von Alkoholkonsum auf ihre Gesundheit untersucht.

 

Das Ergebnis: Wer nie Wein trank, hatte ein doppelt erhöhtes Risiko, vorzeitig durch Herzinfarkt zu sterben, als diejenigen, die täglich Wein konsumierten. Bei einer Tagesdosis von ungefähr 0,4-0,6 Liter Wein war im Vergleich zu Weinabstinenz die Herzinfarktrate sogar um fast 60% geringer. Bier senkte das Risiko um 28%, Schnaps dagegen erhöhte es eindeutig. Danach scheint der Art des alkoholischen Getränks eine bedeutsame Rolle zuzukommen.

 

Wein wirkt direkt gegen einige entscheidende Risikofaktoren, die für die Entstehung von Herzinfarkt mitverantwortlich sind. Diese Faktoren nehmen normalerweise mit dem Alter in ihrer Häufigkeit und ihrer Ausprägung von Jahr zu Jahr zu. Ja älter die Menschen sind und je mehr Risikofaktoren für Herzinfarkt vorliegen, desto stärker wirkt sind die vorbeugende Wirkung des Weines aus.

 

 

 

Quelle: Deutsche Weinakademie GmbH, Gutenbergplatz 3 - 5, 55116 Mainz
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