Glukose/Fruchtose

 

"Halbtrocken" auch für Diabetiker

 

Diabetiker produzieren zu wenig oder kein Insulin. Dieses Hormon der Bauchspeicheldrüse senkt den Blutzukerspiegel dadurch, dass es die Aufnahme des wichtigsten Zuckers Glukose in die Körperzellen aktiviert.

 

Bei fehlender oder mangelnder Aktivität des Insulins entwickeln sich gesundheitsschädliche hohe Blutzuckerspiegel. Erstzunehmende Folgeerkrankungen an Herz, Gefäßen und Nerven sind oft damit verbunden.

 

Der wichtigste diätetische Grundsatz für Diabetiker ist, so wenig Glukose wie möglich zu verzehren, um den Insulinhaushalt nicht übermäßig zu strapazieren. Das gilt natürlich auch für die Getränke.

 

Früher waren dem Diabetiker lediglich trockene Weine bis zu einem Zuckergehalt von 4g/l erlaubt - und das war nicht jedermanns Geschmak. Seit September 1995 ist nun ein neuer Weintyp "für Diabetiker geeigent" in der Weinverordnung zu gelassen. Als Maßtab gilt weniger der Gesamtzuckergehalt als der Glukoseanteil, also der Zucker, der dm Diabetiker in erster Linie schadet. Damit sind nun auch Weine bis zu 20 g/l Gesamtzucker als "Diabetiker geeignet" zugelassen, wenn die Glukose unter 4 g/l liegt. Der Alkoholgehalt, die gesamte schweflige Säure auf 150 mg/l.

 

So gibt es nun "halbtrockene" Diabetikerweine, die sogar lieblich schmeken. Denn die diabetikerfreundliche Fruktose, die den Hauptzuckeranteil ausmacht, hat eine deutlich höhere Süßkraft als die Glukose.

 

 

Quelle: Deutsche Weinakademie GmbH, Gutenbergplatz 3 - 5, 55116 Mainz
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