Blut und Kreislauf

 

Wein vitalisiert und entspannt

 

Im Wein finden sich zwei Wirkstoffklasse, die sich günstig auf Blut und Kreislauf auswirken: der Alkohol und die verschiedenen Phenole.

 

Alkohol verbessert z. B. Cholesterinwerte im Blut, indem er das HDL-Cholesterin anhebt und das LDL-Cholesterin senkt. Außerdem reduziert er die Thromboseneigung durch Hemmung der Verklumpung der Blutplättchen. Der Alkohol im Wein senkt der Konzentration an Fibrinogen, den Faserstoffen, die zur Bildung der Bildung der Blutpfropfen beitragen.

 

Alkohol fördert die so genannte Fibrinolyse, die Auslösung einmal gebildeter Blutgerinnsel.

 

Weiterhin wirkt Alkohol gefäßentspannend - ebenfalls positiv für herz und Kreislauf. Er fördert den Blutfluss im Herzen und vermindert bei mäßigem Genuss den Blutdruck. Schließlich hilft Alkohol, die Insulinkonzentration im blut niedrig und bei Frauen die Oestrogenkonzentration hoch zu halten. Auch das sind Aspekte, die mit einem niedrigeren Herzrisiko in Verbindung gebracht werden.

 

Zusätzlich wirken die Phenole im Wein: sie senken ebenfalls die Neigung zu Thrombosen. Sie heben ebenfalls das HDL- und senken das LDL-Cholesterin. Sie sind exzellente Hemmstoffe gegen eine LDL-Cholesterinoxidation und gefäßentspannend, senken damit den Blutdruck und beugen Gefäßverkrampfungen unter Stress vor.

 

Doch bei übermäßigem Genus droht auch Gefahr. Wer täglich mehr als 60g Alkohol (ca. 0,6-0,7Liter Wein) zu sich zu nimmt, der hat im Durchschnitt wiederum ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko, höher als die Abstinenzler und natürlich höher als moderate Genießer.

 

Bei Missbrauch kann sich also die Wirkung umkehren. Eine zu hohe Alkoholzufuhr hemmt die Gerinnung des Blutes. Spontan auftretende Blutungen an einem geplatzten Äderchen im Gehirn kommen nicht zum Stillstand und damit steigt das Risiko für Hirnschlag.

 

 

Quelle: Deutsche Weinakademie GmbH, Gutenbergplatz 3 - 5, 55116 Mainz
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