Anbaugebiet Rheinhessen

 

So ist das mit den Reben: Die einen Gedeihen woanders besser und die anderen gedeihen nirgendwo besser!

 

 

 

 

Es ist einfach so, dass sich die Rheinhessen bestimmte Rebensorten ganz besonders wohl fühlen. Daher werden sie hier sorgsam gepflegt und genieße Klassikstatus. Andererseits sind die rheinhessischen Winzer von Haus aus neugierig und machen gern Experimente mit neuen und unüblichen Rebsorten. Das führt zu oft verblüffenden, eigenständigen und jedenfalls niemals langweiligen Ergebnissen.

 

 

 

 

 

Mengenmäßig an der Spitze steht die Müller-Thurgau-Rebe, aus der übrigens auch der Rivaner gemacht wird, mit rund einem Viertel der Anbaufläche. An zweiter Stelle steht der Silvaner, der lange Zeit die bedeutendste Sorte war, dann zugunsten anderer vernachlässigt wurde und jetzt eine Renaissance erlebt. Rheinhessen verfügt über die größte Silvaner-Anbaufläche der Welt. Auf Platz drei liegt die unbestrittene Königin unter den Reben, der Riesling, gefolgt vom Kerner. An fünfter Position findet sich die Scheurebe, eine Kreuzung aus Silvaner und Riesling, die in Rheinhessen gezüchtet wurde und mittlerweile auch in anderen deutschen Weinregionen heimisch ist. Von größerer Bedeutung sind außer diesen Klassikern einige neuere Sorten wie Morio-Muskat, Bacchus, Faber- und Huxelrebe sowie ein wachsender Anteil an Rotweinen. Blauer Portugieser, Dornfelder und Spätburgunder führen hier die Liste an. Die Rotweinanbaufläche in Rheinhessen beträgt mittlerweile rund 12 Prozent.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Rheinhessenwein e. V. An der Brunnenstube 33, 55120 Mainz
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